Warum ist Testosteron so wichtig und wie kann man natürlich mehr Testosteron produzieren?

16-11-2020

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Testosteron – das Hormon mit den vielen Rätseln. Für die einen ist Testosteron das „Alpha-Hormon“, was die Libido pusht und dafür sorgt, dass einem ein Bart wächst, während für die anderen, Testosteron das böse Hormon ist, was die Aggressivität steigert und die Laune kontrolliert.

Mit diesem Artikel möchten wir den Gerüchten rund um das Thema Testosteron nachgehen und euch erklären, was Testosteron überhaupt ist und was es in unserem Körper für eine Aufgabe hat.

WAS MACHT TESTOSTERON?

Ab der Pubertät an produziert der männliche Körper das Hormon Testosteron. Dieses sorgt dafür, dass dem Mann Haare im Gesicht wachsen, seine Stimme tiefer wird und die Muskelproduktion im Körper angeregt wird.

Obwohl Testosteron hauptsächlich in den Hoden des Mannes produziert wird, ist es nicht ein reines Männerhormon. Frauen produzieren ebenfalls Testosteron, jedoch ist die Menge nicht vergleichbar mit der, die ein männlicher Körper produziert. Der normale Mann hat im Schnitt 7-8 mal mehr Testosteron in seinem Körper, als eine Frau, was das Hormon zu dem bekannten „Alpha-Hormon“ macht.

Wenn man sich die chemischen Komponenten des Hormons genauer anschaut, so stellt man fest, dass Testosteron vergleichbar mit einem anabolen Steroid ist. Das bedeutet, dass es proaktiv die Produktion und Synthese von Protein im Körper fördert und somit die Muskelproduktion im Körper anregt.

DEN TESTOSTERONWERT ERIMITTELN

Den persönlichen Testosteronwert kann man relativ unkompliziert bei seinem Hausarzt, oder bei seinem Urologen über einen Bluttest ermitteln lassen. Dies sollte am besten morgens geschehen, da zu diesem Zeitpunkt der Testosterongehalt im Körper am höchsten ist.

Der Testosteronwert eines durchschnittlichen Mannes beträgt ca. 300-800 ng/dL (Nanogramm pro Deziliter). Man kann sowohl zu wenig, als auch zu viel Testosteron im Körper haben. Beide Szenarien haben negative Effekte auf den Körper und sollten demnach mit einem Arzt besprochen werden. Bei der Auswertung des Bluttests selbst sucht man nach freiem Testosteron, welches sich im Blut befindet und dem Körper somit frei zur Verfügung steht.

19-39% der Männer haben zu wenig Testosteron im Körper und somit einen Testosteronwert unter 300 ng/dL.

Unten aufgelistet sind einige Ursachen und Gründe, die zu einem zu niedrigen Testosteronwert führen können:

  • Alter: Mit 20 Jahren ist der Testosteronproduktion im Körper am höchsten und nimmt mit steigendem Alter kontinuierlich ab.
  • Stress: Stress regt die Kortisolproduktion im Körper an und hemmt gleichzeitig somit die Testosteronproduktion
  • Fettleibigkeit
  • Verletzungen an den Hoden
  • Medikamente
  • Krankheiten

Doch keine Sorge. Es gibt auch Wege mit denen man die Testosteronproduktion im Körper natürlich unterstützen und anregen kann.

DEN TESTOSTERONWERT ERHÖHEN

Das System, welches für die Testosteronproduktion im Körper zuständig ist, ist ziemlich kompliziert und erfordert mehrere Schritte. Zwei verschiedene Drüsen produzieren vier verschiedene Hormone, die dafür sorgen, dass Testosteron ausgestoßen wird. Demnach kann man nicht einfach einen niedrigen Testosteronwert mit einem Testo-Shot beim Doktor behandeln. Die komplette Produktionskette muss in Gang gesetzt werden, bis dann erst Testosteron bzw. mehr Testosteron im Körper produziert und freigesetzt wird.

INFO: Bevor du anfängst Maßnahmen zu ergreifen, um deinen Testosteronwert zu erhöhen, so solltest du vorher unbedingt einen Bluttest durchführen lassen, um einen Ausgangswert zu haben, an dem du dich später richten kannst.

In dem Buch: The 4-Hour Body schildert Tim Harris sein Experiment, bei dem er selber herausfinden wollte, wie er die Testosteronproduktion in seinem eigenen Körper erhöhen kann. Das ist nämlich möglich und wir zeigen euch jetzt, wie ihr das ebenfalls tun könnt.

EISBÄDER NEHMEN

Eine kalte Dusche macht’s auch! Der Hypothalamus, auch bekannt als der Vermittler zwischen dem Hormon- und dem Nervensystem, ist unter anderem zuständig für die Wärmeproduktion im Körper. Ein 10-minütiges Eisbad bzw. eine kalte Dusche am Morgen bringen den Hypothalamus zum Arbeiten und sorgen dafür, dass Hormone freigesetzt werden, die wiederum die Testosteronproduktion im Körper anregen.

“GUTES” CHOLESTERIN ESSEN

Das HDL-Cholesterin, welches zum guten Cholesterin gehört, hat die Eigenschaft das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) zu blockieren. Dieses Globulin besetzt das körpereigene Testosteron und macht es „träge“, was zufolge hat, dass dem Körper weniger freies Testosteron zur Verfügung steht und man somit einen geringeren Testosteronwert aufweist. Das HDL-Cholesterin, welches im Eigelb beispielsweise zu finden ist, kann dem entgegenwirken. Bereits mit 3-4 Eiern am Tag kann man relativ schnell und effektiv dem Körper dazu verhelfen das SHBG zu blockieren und mehr freies Testosteron freizusetzen.

NÜSSE ESSEN

Vorallem brasilianische Nüsse bzw. Mandeln! Das in den brasilianischen Nüssen enthaltene Spurenelement Selen fördert nämlich die Produktivität in den Hoden und somit die Testosteronproduktion. Mandeln hingegen unterstützen den Hypothalamus bei seiner Arbeit, so dass mehr LHRH (Luteinisierendes Hormon-Releasing-Hormon) produziert wird, welches wiederum die Testosteronproduktion anregt.

VITAMIN A

Vitamin A ist nicht nur gesund, sondern fördert auch die Testosteronproduktion! Fischöl und Lebertran sollten hier eure erste Wahl sein, aber auch Kimchi und Sauerkraut sind super Vitamin A Lieferanten!

VITAMIN D

Vitamin D ist ebenfalls enorm wichtig, wenn es um gute Testosteronwerte geht. Versucht demnach täglich euren Vitamin D Speicher mit kurzen 10-minütigen Sonnenbädern zu füllen, so dass dieses für die Testosteronproduktion vom Körper verwendet werden kann.

FAZIT

Wie bereits oben erwähnt, ist die Testosteronproduktion mit 20 Jahren mit am höchsten und nimmt dann mit steigendem Alter ab. Lasst euch davon jedoch nicht schockieren, denn es gibt Wege, um seinen Testosteronwert im Körper natürlich zu verbessern. Solltet ihr zu niedrige, oder zu hohe Testosteronwerte haben, so besprecht das unbedingt vorher mit eurem Arzt, bevor ihr jegliche Maßnahmen ergreift, denn mit dem Hormonhaushalt sollte man nicht experimentieren und sich vorab gut informieren, bevor man daran etwas verändert.


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